Beim Kauf von Mikrofonen fällt Ihnen vielleicht auf, dass einige als dynamische Mikrofone bezeichnet werden, während andere Kondensatormikrofone sind. Worin besteht also der Unterschied? Welches brauchen Sie? Nun, das hängt davon ab, welche Art von YouTube-Inhalten Sie erstellen. Im Folgenden finden Sie eine Übersicht über die wichtigsten Unterschiede zwischen den beiden Mikrofonen.
Dynamische Mikrofone
Dynamische Mikrofone eignen sich in der Regel am besten für Audioaufnahmen in lauten Umgebungen (z. B. bei Live-Konzerten), da sie hohe Schalldruckpegel ohne Audioverzerrungen verarbeiten können. Mit diesen Mikrofonen können Sie Schlagzeug, Gitarrenverstärker und andere Instrumente mit hohen Schallpegeln (SPL) aufnehmen. Sie eignen sich auch hervorragend für die Vokalaufnahme von Songs.
Das liegt daran, dass sie eine mit der Membran verbundene Schwingspule haben. Die Schallwellen treffen auf die Membran, die dann die Spule in Schwingung versetzt. Dadurch wird ein elektrisches Signal erzeugt, das verstärkt und dann an den Computer gesendet wird.
Im Gegensatz dazu sind dynamische Mikrofone nicht die beste Wahl für die Aufnahme leiser Töne, wie z. B. ASMR-Inhalte oder eine Person, die in einem ruhigen Raum spricht, weil die Membran dieser Mikrofone nicht sehr empfindlich ist.
Kondensatormikrofone
Kondensatormikrofone hingegen eignen sich am besten für Audioaufnahmen in ruhigen Umgebungen, da sie sehr empfindlich sind und einen größeren Frequenzbereich erfassen können. Aus diesem Grund werden sie häufig für die Aufnahme von ASMR-Inhalten verwendet.
Ein Kondensatormikrofon ist eine Art elektroakustischer Wandler, der Schallwellen in elektrische Signale umwandelt. Diese Signale werden dann verstärkt und auf einem externen Gerät wie einem Computer oder einem digitalen Recorder aufgezeichnet.
Ein Nachteil von Kondensatormikrofonen ist, dass sie eine 48-V-Stromversorgung benötigen, die die meisten Computer nicht haben. Deshalb braucht man ein Audio-Interface oder einen Mikrofonvorverstärker, um sie zu verwenden.
Ein weiterer Nachteil ist, dass sie empfindlicher sind als dynamische Mikrofone und durch laute Schallpegel leicht beschädigt werden können. Deshalb sollten Sie damit vorsichtig umgehen.
Bändchenmikrofone
Bändchenmikrofone sind eine Art von dynamischen Mikrofonen, die jedoch etwas anders funktionieren. Anstelle einer Schwingspule haben sie einen dünnen, zwischen zwei Magneten aufgehängten Metallstreifen (das Bändchen). Wenn Schallwellen auf das Bändchen treffen, vibriert es und erzeugt ein elektrisches Signal.
Bändchenmikrofone werden häufig in Studios eingesetzt, da sie detaillierte Aufnahmen mit minimalem Betriebsgeräusch ermöglichen. Wenn Sie den natürlichen Klang Ihrer Instrumente oder sogar Ihres Gesangs einfangen möchten, sind Bändchenmikrofone eine gute Wahl.
Bändchenmikrofone sind entweder aktiv oder passiv. Der einzige Unterschied zwischen den beiden besteht darin, dass aktive Bändchenmikrofone eine eingebaute Elektronik haben, die eine Phantomspeisung benötigt, während passive Bändchenmikrofone keine benötigen.
Bei der Phantomspeisung handelt es sich um eine Spannungsversorgung des Mikrofons über ein XLR-Kabel. Sie versorgt die Elektronik im Mikrofon mit Strom, damit es ordnungsgemäß funktionieren kann. Aus diesem Grund haben aktive Bändchenmikrofone in der Regel eine höhere Verstärkung (Lautstärke) und können in einem größeren Bedienungsbereich von Audioaufnahmen eingesetzt werden. Sie sind auch weniger empfindlich gegenüber elektromagnetischen Störungen (EMI).